Catharine Kohlhoff (1894-1982), Malerin, war bis 1928 mit dem Maler der Berliner Sezession, Wilhelm Kohlhoff, verheiratet. Sie lebte mit ihren Tieren auf dem Dudel ihren eigenen Stil. Als „Moorhexe“ war sie bei den Einwohnern und Urlaubern durch ihre „Kunst“ des Wahrsagens bekannt. Sie half auch mit Ratschlägen bei Krankheiten.
Catharine Kohlhoff (geborene Fischeder) wurde am 12. Januar 1894 in Berlin, Prenzlauer Berg geboren und stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zogen ihre Eltern in die Moorstraße 6 in Bad Saarow. Das Haus war nach Entwürfen des Architekten Harry Rosenthal im Stile einer tschechischen Kate gebaut. Bereits in den zwanziger Jahren dienste es der Familie als Sommerfrische.
Catharine machte das Abitur und war 1915 bis 1917 Schülerin der Doeplerklasse im Berliner Kunstgewerbemuseum. Ihre künstlerischen Fähigkeiten vervollkommnete sie unter anderem an der Charlottenburger Kunstgewerbeschule, wo sie Aktmalerei und Flächendekoration studierte. Auch in Heidelberg hat Catharine studiert - Staatsphilosophie, Alt-Englisch, Französisch und Italienisch.
1918 heiratete sie den Maler Wilhelm Kohlhoff. Zwei Söhnen hat Catharine das Leben geschenkt. Beide Kinder starben sehr früh.
In den letzten 30 Jahren ihres Lebens hat sich Catharine Kohlhoff mit ihrer offenen und faszinierenden Art für neugierige und problembelastete Menschen durch ihre magischen und hellseherischen Kräfte auf natürliche Weise heilend eingesetzt.
Sie starb am 16. Juni 1982 und wurde auf dem Saarower Waldfriedhof beigesetzt.
Am 13. Dezember 1996 wurde im Kurpark die "Catharinen-Quelle" nach ihr benannt.
Literatur: "Die Moorhexe" Bad Saarow-Pieskow Kur- und Fremdenverkehrsgesellschaft mbH
Unsere Leserin Frau Christa Pohl schrieb dazu am 22.11.2011:
"Viele Jahre fuhr ich mit meinen Eltern und später auch mit meiner eigenen Familie bis 1988 nach Bad Saarow ins Haus “Waldfrieden”, dass damals das Ferienheim des Kraftfahrzeuginstandsetzungswerkes Halle war. Mit der “Moorhexe “sind wir praktisch jährlich groß geworden. Sie sagte mir eine Lungenkrankheit voraus und ich wurde Jahre später an der Lunge operiert. Im Kreise von Jugendlichen aus Halle, sagte sie mir einen künftigen Mann voraus. Sieben Jahre später heiratete ich meinen Mann, der sich damals auch aus der Hand lesen lies und als “Bezahlung” eine Grube ausheben mußte, damit Katharina einen Baum pflanzen konnte. Ich kann mich noch sehr gut an die Unordnung auf ihrem Grundstück und in ihrem Haus erinnern. Lebendig sind in meiner Erinnerung die tollen Blumengemälde bzw. auch Tierbilder, die sie gemalt hat."
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