Wir arbeiten ehrenamtlich als Ortschronisten für die Gemeinde Bad Saarow.
Während der Arbeit kommen wir mit vielen interessanten Menschen zusammen und diese haben viel zu berichten.
Im Blog "Ortschronisten" möchten wir auch mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen, die nicht so einfach zu erreichen sind.


22. April 2012

Chronik der Gemeinde Bad Saarow am Scharmützelsee

  • „1881 war auf der Südseite das Rittergut Saarow und auf der Ostseite der Grundbesitz Pieskow mit ein paar Einwohnern“, so beschrieb der Dichter und Journalist Theodor Fontane bei einer Reise durch das Land Beeskow - Storkow, er nannte den damals kaum genutzten See „Das Märkische Meer“
  • 1905/06 kaufte der Direktor der Landbank AG Herrmann Paschke beide Güter, um eine moderne Landhaussiedlung für unzählige Geschäftsleute, Schriftsteller und andere Künstler zu schaffen.
Viel hat sich in den Jahrhunderten entwickelt und wir möchten Ihre Informationen als Zeitzeuge nutzen, damit nichts vergessen wird.
Bitte senden Sie dazu den Punkt “Kommentare”, danke.

Sie können sich über diese Verlinkungen die Teile der Chronik im Entwurf ansehen:

Bitte beachten Sie, dass wir ständig an den Artikeln arbeiten!
Deckblatt, Literatur und Inhalt
Erstbesiedlung und Ortsgründung
Verkehrstechnische Erschließung
Wirtschaftliche Erschließung
Die Landhauskolonie 1905 bis 1922
Die Gemeinde 1923 bis 1937
Die Gemeinde 1938 bis 1944
Kriegsende und Neuanfang 1945 bis 1961
Abgrenzung und Weiterentwicklung 1962  bis 1989
Die Umstrukturierung 1990 bis 2010
Der weitere Weg trotz Wirtschaftskrise 2011 bis jetzt

Autoren: Die Ortschronisten Gemeinde Bad Saarow
 

21. April 2012

Moderator Runder Tisch 1989/90 Fürstenwalde

Literatur: „Die Moderatoren der Runden Tische“ Herausgeber Friedrich Winter

1989 kam es im Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zu politischen Phänomen der sogenannten „Runden Tische“ (RT).
Vertreter von Reformgruppen, werdende Parteien und Bürgerrechtsinstitutionen waren auf der einen Seite daran beteiligt. Dazu traten auf der anderen Seite Abgeordnete der alten Blockparteien und der Massenorganisationen sowie Vertreter der staatlichen Verwaltung.
Auch die Kirchen wurden eingeladen, am Gestaltungsprozess der neuen und offenen Demokratie teilzunehmen.

Herr Kuhn (Superintendent i.R.) aus Fürstenwalde hat die Zeit aktiv mitgestaltet.
Hier seine Zuarbeit zum oben genannten Buch [Textauszug als PDF]

30. Januar 2012

Projekt Kunst und Künstler am Scharmützelsee

Frau Betke, Lehrerin in der Maxim-Gorki-Schule Bad Saarow schrieb uns:

Gemeinsam mit dem Töpferstudio (Vorsitzender Herrn Ullrich) und dem Kulturverein Fürstenwalde Nord bearbeiten wir schon seit Jahren Themen des "Kulturlandes Brandenburg".
Im Jahr 2008 haben wir als 5. Klasse Künstler am Scharmützelsee besucht und sehr schöne Nachmittage erleben dürfen.
Als Ergebnis dieser Besuche sind neben den vielen interessanten Stunden die Flyer "Künstler am Scharmützelsee" entstanden.
Einige Künstler leben jetzt nicht mehr am Scharmützelsee.

zum Flyer

29. Januar 2012

Die Moorhexe von Saarow

Catharine Kohlhoff (1894-1982), Malerin, war bis 1928 mit dem Maler der Berliner Sezession, Wilhelm Kohlhoff, verheiratet. Sie lebte mit ihren Tieren auf dem Dudel ihren eigenen Stil. Als „Moorhexe“ war sie bei den Einwohnern und Urlaubern durch ihre „Kunst“ des Wahrsagens bekannt. Sie half auch mit Ratschlägen bei Krankheiten.

Catharine Kohlhoff (geborene Fischeder) wurde am 12. Januar 1894 in Berlin, Prenzlauer Berg geboren und stammte aus einer wohlhabenden  Kaufmannsfamilie.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zogen ihre Eltern in die Moorstraße 6 in Bad Saarow. Das Haus war nach Entwürfen des Architekten Harry Rosenthal im Stile einer tschechischen Kate gebaut. Bereits in den zwanziger Jahren dienste es der Familie als Sommerfrische.
Catharine machte das Abitur und war 1915 bis 1917 Schülerin der Doeplerklasse im Berliner Kunstgewerbemuseum. Ihre künstlerischen Fähigkeiten vervollkommnete sie unter anderem an der Charlottenburger Kunstgewerbeschule, wo sie Aktmalerei und Flächendekoration studierte. Auch in Heidelberg hat Catharine studiert - Staatsphilosophie, Alt-Englisch, Französisch und Italienisch.
1918 heiratete sie den Maler Wilhelm Kohlhoff. Zwei Söhnen hat Catharine das Leben geschenkt. Beide Kinder starben sehr früh.

In den letzten 30 Jahren ihres Lebens hat sich Catharine Kohlhoff mit ihrer offenen und faszinierenden Art für neugierige und problembelastete Menschen durch ihre magischen und hellseherischen Kräfte auf natürliche Weise heilend eingesetzt.
Sie starb am 16. Juni 1982 und wurde auf dem Saarower Waldfriedhof beigesetzt.
Am 13. Dezember 1996 wurde im Kurpark die "Catharinen-Quelle" nach ihr benannt.

Literatur: "Die Moorhexe" Bad Saarow-Pieskow Kur- und Fremdenverkehrsgesellschaft mbH

Unsere Leserin Frau Christa Pohl schrieb dazu am 22.11.2011:
"Viele Jahre fuhr ich mit meinen Eltern und später auch mit meiner eigenen Familie bis 1988 nach Bad Saarow ins Haus “Waldfrieden”, dass damals das Ferienheim des Kraftfahrzeuginstandsetzungswerkes Halle war. Mit der “Moorhexe “sind wir praktisch jährlich groß geworden. Sie sagte mir eine Lungenkrankheit voraus und ich wurde Jahre später an der Lunge operiert. Im Kreise von Jugendlichen aus Halle, sagte sie mir einen künftigen Mann voraus. Sieben Jahre später heiratete ich meinen Mann, der sich damals auch aus der Hand lesen lies und als “Bezahlung” eine Grube ausheben mußte, damit Katharina einen Baum pflanzen konnte. Ich kann mich noch sehr gut an die Unordnung auf ihrem Grundstück und in ihrem Haus erinnern. Lebendig sind in meiner Erinnerung die tollen Blumengemälde bzw. auch Tierbilder, die sie gemalt hat."

Wir bitten Sie uns Ihre Informationen zum Thema als Zeitzeuge zu senden: Bitte nutzen Sie dabei den Punkt “Kommentare”, danke.

21. März 2011

Kinderferienlager in Bad Saarow

Die Kinderferienlager teilten sich in mehrer Teile entsprechend dem Alter der Kinder.
Rund um den Scharmützelsee konnten Kinder der Werktätigen die Zeit ohne ihre Eltern verbringen.

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